Krankenkassen Tipps & Grundlagen

Die Krankenkassen Grundversicherung (KVG) ist in der Schweiz eine obligatorische Versicherung, welcher jeder Einwohner der Schweiz zwingend abschliessen muss.

Ein Krankenkassenvergleich lohnt sich jedes Jahr, denn die Krankenkassenprämien können jedes Jahr steigen oder bei einigen Krankenkassen fallen. Ein Vergleich dauert nur wenige Minuten und schon kennen Sie Ihr Sparpotenzial.

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Wann können Sie die Krankenkasse wechseln?

Wann kann die Krankenkasse gewechselt werden?Grundsätzlich kann die Krankenkassen-Grundversicherung jeweils per 1. Januar gewechselt werden. Es muss jeweils die Kündigungsfrist, welche einen Monat beträgt, eingehalten werden. Das bedeutet, die Kündigung muss bis zum 30. November bei der aktuellen Krankenkasse eingegangen sein. Falls Sie am letzten Tag kündigen wollen, lassen Sie sich den Erhalt der Kündigung persönlich in einer Agentur Ihrer Krankenkasse aktuellen Krankenkasse bestätigen.

Falls Sie mit dem Standardmodell und einer Franchise von 300 Franken versichert sind, können Sie die Versicherung auch per 1. Juni wechseln. Hierzu muss die Kündigung bis zum 30. April bei Ihrer Versicherung eingegangen sein.

Generell empfiehlt sich, falls Sie einen Wechsel der Grundversicherung planen, die aktuelle Krankenkasse frühzeitig zu kündigen. Falls Sie die Grundversicherung doch nicht wechseln, sind sie ohne Unterbruch bei Ihrer aktuellen Krankenkasse weiter versichert.

Übersicht der Kündigungstermine:

  • Per 1. Januar; Kündigung muss bis zum 30. November vollzogen sein.
  • Per 1. Juli; Kündigung per 31. März (nur Standardmodell mit 300 Franken Franchise)
  • Ausserordentliche Kündigung; nur bei einer ausserordentlichen Prämienerhöhung möglich oder bei Wegzug aus der Schweiz.

 

Obligatorische Grundversicherung (KVG)

Krankenkassen GrundversicherungDu Krankenkassen-Grundversicherung ist für alle in der Schweiz lebenden Personen obligatorisch. Mit der Grundversicherung wird der wichtigste medizinische Bedarf bei einem Krankheitsfall versichert. Mündige Personen haben die Wahl aus 51 Krankenkassen in der Schweiz, welche die Grundversicherung nach KVG anbieten.

Alle Versicherungen haben den identischen Leistungskatalog. Grosse Unterschiede finden sich insbesondere bei den monatlichen Prämien sowie bei dem angebotenen Service. Ein Vergleich sollte somit nicht nur aufgrund der Prämienersparnis gemacht werden, denn insbesondere für Personen, welche die Krankenversicherung in Anspruch nehmen müssen, ist ein guter Service von Vorteil.

Franchise-Modelle in der Grundversicherung

Die Höhe der Franchise bestimmt massgebend wie hoch die Ersparnisse bei den Krankenkassenprämien ausfallen. Jede Krankenkasse kann selber entscheiden, wie hoch der Rabatt ausfällt pro Franchise-Stufe. In der folgenden Übersicht sehen Sie die Franchise-Stufen sowie die maximalen Rabatte:

Franchise Erwachsene Maximaler Prämienrabatt Franchise Kinder und Jugendliche Maximaler Prämienrabatt
300.- 0.- 100.- 70.-
500.- 140.- 200.- 140.-
1‘000.- 490.- 300.- 210.-
1‘500.- 840.- 400.- 280.-
2’000.- 1‘190.- 500.- 350.-
2‘500.- 1‘540.- 600.- 420.-

Ist die Franchise aufgebraucht beträgt der Selbstbehalt 10% bis zu einem maximalen Betrag von CHF 700.-. Wählen Sie also die höchste Franchise von CHF 2’500.-, müssen Sie maximal CHF 3’200.- der angefallenen Kosten selber tragen. Wohl gemerkt zusätzlich zu den Prämien.

Versicherungsmodelle

Jede Krankenkasse bietet verschiedene Modelle in der Grundversicherung an. Die alternativen Modelle haben Einfluss auf die Wahlfreiheit bei Ärzten. Zudem müssen einige Regeln beachtet werden. Eine kurze Übersicht der verfügbaren Modelle (nicht jede Krankenkasse bietet alle an):

Modell Beschreibung
Standard-Modell Das Standard-Modell bietet eine freie Arztwahl und hat keine Schränkungen, bietet jedoch auch keinen Rabatt.
HMO-Modell Bei diesem Modell müssen Sie einen Arzt aufsuchen, welcher einem durch die Krankenkasse zugelassenen Ärtzezentrum angehört.
Prämienrabatt bis 25%
Hausrat-Modell Bei dem Hausarzt-Modell müssen sie ihren Hausarzt angeben, bei welchem Sie anschliessend zwingend die Erstkonsultation machen müssen.
Prämienrabatt bis 20%
Telmed-Modell Sie müssen vor jedem Arztbesuch (ausser bei Notfällen) einer Telmed-Zentrale anrufen, welche eine Erstberatung anbietet und den Fall aufnimmt.
Prämienrabatt bis 20%

 

Krankenkassen Zusatzversicherungen (VVG)

Zusatzversicherungen KrankenkasseDa die obligatorische Grundversicherung nicht alle Behandlungsarten sowie nur die Grundleistungen bei einem Aufenthalt im Spital abdeckt, bieten die meisten Krankenkassen Zusatzversicherungen an. Mit der passenden Zusatzversicherung können Sie Deckungslücken vermeiden. Insbesondere bei einem Spitalaufenthalt kann sich eine Spitalzusatzversicherung bezahlt machen. Wichtig zu wissen: Die Leistungen variieren je nach Versicherer stark! Wir haben für Sie eine Übersicht der beliebtesten Zusatzversicherungen erstellt. Nach Bedarf können Sie sich über die jeweiligen Varianten im Detail informieren:

Zusatzversicherung Beschreibung
Spitalversicherung Privat Sie können unter anderem in Privatkliniken eine Behandlung beanspruchen und haben das Anrecht auf ein Einbettzimmer. Zudem behandelt Sie der Chefarzt der Klinik.
Spitalversicherung Halbprivat Sie haben Anspruch auf ein Zweibettzimmer und werden durch den Oberarzt behandelt. Hier macht es oftmals Sinn ein Flex-Modell zu wählen, bei welchem Sie bei Spitaleintritt entscheiden ob Sie die Halbprivat oder Privat Abteilung wünschen.
Alternativmedizin Alternative Behandlungen (Komplementärmedizin) wie zum Beispiel Homöopathie oder traditionelle Chinesische Medizin (TCM) werden von der Zusatzversicherung übernommen.
Fitness & Präventation Ein nennenswerter Betrag vom Fitness-Abonnement wird bei einigen Versicherer rückerstattet oder es werden Beiträge an Kurse sowie Sportvereine angeboten.
Brillen & Kontaktlinsen Kosten durch Brillen oder Kontaktlinsen sowie Laserbehandlung gehören zu den Bereichen welche abgedeckt werden.
Nichtraucher Gewisse Versicherer gewähren hohe Rabatte bei Zusatzversicherungen, speziell für ausgewiesene Nichtraucher.
Vorgeburtliche Versicherung Bei der vorgeburtlichen Versicherung wird das ungeborene Baby bereits versichert. Oftmals sind schwere Geburtsgebrechen gedeckt.
Zahnversicherung Zahnbehandlung, Zahnersatz oder Spangen verursachen sehr hohe Kosten, welche diese Zusatzversicherungen oftmals bis zu 80% oder 100% getragen werden.

Wichtig Hinweis: Bei vielen Versicherer wird es mit zunehmenden Alter schwierig ohne Vorbehalt (Risikoausschluss) eine Zusatzversicherung abzuschliessen. Daher ist es von grossem Vorteil sich möglichst frühzeitig mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

 

Vorteile eines Krankenkassenvergleich

Vorteile KrankenkassenvergleichEin Vergleich der Krankenkassen macht durchaus Sinn, insbesondere da die Leistungen gemäss BAG bei allen Grundversicherungen identisch sind. Insbesondere da die Prämien enorm variieren. So kann eine Familie mit zwei Kinder beim Wechsel von der teuersten zu der günstigsten Krankenkasse bis zu 5000 Franken im Jahr sparen.

Bei einem Krankenkassenvergleich können Sie das Sparpotenzial unter Berücksichtigung aller Versicherungsmodelle und Franchise-Stufen berechnen.

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Entwicklung der Krankenkassenprämien

Die Kosten der vergüteten Leistungen steigen von Jahr zu Jahr nahezu ungebremst. Dies ist leider eine Tatsache. Zwischen 1996 und 2015 stiegen die Krankenkassenprämien entsprechend jährlich um rund 4 Prozent! 1996 bezahlte betrug die monatliche Prämien mit Standardmodell und 300 Franken Franchise rund 173 Franken, im Jahr 2015 bereits 412 Franken.

Entwicklung der Prämien zwischen 1996 und 2015

Prämienentwicklung Krankenkassen Schweiz
Quelle: soziale-sicherheit-chss.ch

 

Kündigung der Krankenkasse

Krankenkasse kündigenDie Kündigung der Krankenkassen Grundversicherung kann jährlich per Ende Jahr erfolgen. Damit die Kündigung gültig ist, muss das Kündigungsschreiben spätestens am letzten Arbeitstag im Monat November bei der Krankenkasse eintreffen.

Bei einer ordentliche Franchise (300 Franken) mit dem Standardmodell ist auch eine Kündigung per Ende Juni möglich. Achtung: Hier gilt eine Kündigungsfrist von drei Monaten, also muss die Kündigung per spätestens am 31. März die Versicherung erreicht haben.

Wichtig: Sollten Sie ausstehende Prämienrechnungen haben, kann die Versicherung sich weigern Ihre Kündigung zu akzeptieren.